Floris van Bommel
„Der Schuh braucht mehr Porno!“ Die Headline über dem Portrait im STERN macht klar: „Seitdem der Niederländer in den traditionsreichen Familienbetrieb einstieg, gilt bei dem königlichen Hoflieferanten aus Moergestel kaum noch etwas eins zu eins.“ Die Rede ist von Floris van Bommel (40, seit 1999 im Unternehmen), der als kreativer Kopf der niederländischen Schuhmanufaktur zusammen mit seinen Brüdern Reynier, CEO (42, seit 1999 im Unternehmen), und Pepijn, Commercial Director (36, seit 2009 im Unternehmen), den Transfer ins 21. Jahrhundert erfolgreich gesichert hat.
„Die Lederschuhe aus dem kleinen Städtchen Moergestel sind nationales Kulturgut und die van Bommels sind so etwas wie die königliche Familie in der Branche… Gute Qualität und königliche Unterstützung reichten jedoch nicht aus, um das Unternehmen ins neue Jahrtausend zu führen“, so FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG. Das findet auch ICON/WELT AM SONNTAG: „Der niederländische Familienbetrieb van Bommel stellt seit 1734 klassische Schuhe her und seit elf Jahren Traditionen auf den Kopf. Dank Floris van Bommel, der eigensinnig viele Dinge anders macht als bisher gehabt… Mit Werbesprüchen ‚since 1734, bla, bla, bla…’ oder ‚since 1734 and still got no clue…’ hat er esgeschafft, seiner Linie ein von der Urmarke losgelöstes Image zu verschaffen.“
„Heute ist aus der Zweitlinie ein festes Standbein geworden, das fünfzig Prozent des Umsatzes ausmacht. Als erstes entwarf er einen schwarzen Turnschuh, der inmitten der klassischen van-Bommel-Kollektion wie ein Hip-Hopper unter Symphonikern wirkte,“ ergänzt FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG.
Innerhalb einer Dekade hat sich durch die FLORIS VAN BOMMEL-Kollektion die Stückzahl der Manufaktur mit 425.000 Paar Schuhen in 2011 mehr als verdoppelt. SÜDDEUTSCHE MAGAZIN: „Unter Floris van Bommel wurde die Marke gründlich entstaubt.“ 2013 waren es bereits rund 450.000 und 2014 rund 475.000 verkaufte Paare. Eine erstaunliche Entwicklung mit kontinuierlicher Steigerung gerade in der gegenwärtigen Zeit.
Seine Anfänge
Angefangen hat „es“ 1996, als Vater Frans auch den jungen, trendigen Markt durch eine eigene Kollektion ins Visier nehmen wollte: „Da Floris eine klassische Fashionausbildung absolvierte, schien es Frans am logischsten, auf dieses Pferd zu setzen und der Kollektion seinen Namen zu geben“, so HANDELSBLATT. Floris selbst kam erst 1999 als 24-Jährigerins Unternehmen. „Nachdem Floris in seiner Rolle immer mehr Fuß gefasst hat, wurde er ‚nach und nach wirklich zur Galionsfigur des Unternehmens’. Floris verleiht der Manufaktur nach außen ein Gesicht und eine Seele…, tritt in Werbespots auf, kreiert die Ideen für neue Werbekampagnen,… gehört zu den Prominenten in den Niederlanden, die Boulevardpresse schreibt über ihn und seine Charity-Aktivitäten… Das Thema Tradition spielt Floris eher nicht, lieber provoziert er und entwickelt seine Ideen erst einmal allein“, so HANDELSBLATT weiter.
Mit der Sub-Headline „Schmeiß das Familienporzellan an die Wand“ meint GQ: „Mit der Kollektion FLORIS VAN BOMMEL etablierte der junge Unternehmer eine Marke, die sich durch flamboyante Modelle hervortut. Eine Synthese aus modischer Finesse und jahrhundertealter Handwerkstradition.“ Eine Vergangenheit, die Stabilität und Renommee verleiht. „Im Foyer kann man die Sandale bewundern, die 1936 für Prinzessin Juliana anlässlich ihrer Verlobung mit Bernhard zur Lippe-Biesterfeld gefertigt wurde“, beschreibt die FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG.
Seine Schaffenskraft
„Floris van Bommel… gilt in Insiderkreisen schon lange als einer der großen visionären Erneuerer der Branche. Bis ins Mark popsozialisiert, nimmt der Designer und Part-Time-Musiker genau dort radikal ästhetische Brüche vor, wo Tradition und Moderne ungebremst aufeinander prallen“, so J’NC-Magazine.
TEXTILWIRTSCHAFT portraitiert ihn mit der Headline „Weg mit den hässlichen Schuhen“ als Schuhdesigner, der Männer bewegt, sich an modische Schuhe zu trauen und der in Holland wie ein Popstar gefeiert wird. TM FASHION TREND portraitiert den „Imagewandel auf Niederländisch“ und fokussiert die moderne, trendige Positionierung, ohne an den Qualitätsmaßstäben zu rütteln.
Von einer genialen Marketingstrategie spricht BUSINESS PUNK: „Er macht Lederschuhe, die belgischen Underground-Comic-Helden oder britischen Gitarrenrockern ganz prächtig stehen. Derb, grell, lässig, Farben poppen auf Stellen auf, wo man sie nicht vermutet: gern im Innenfutter, auf der Sohle. Floris macht aber auch Schuhe, die schlank und braun und edel sind wie das, was ein Londoner Banker zur Arbeit anzieht…“ Für das Magazin ist er „Der Shoetingstar“, so die Headline des sechsseitigen Portraits. GALA resümiert: „Stil bleibt immer jung: Er blickt auf eine mehr als 280 Jahre lange Tradition zurück und ist der coolste Schuhmacher der Welt. Im Mittelpunkt steht zwar weiterhin konsequent das Handwerk, doch van Bommel ist es gelungen die Kollektion durch konsequentes Design zu verjüngen.“
Sein Style
Floris van Bommel ist nicht nur kreativer Kopf, sondern auch Verkörperung der eigenen Zielgruppe: Authentischer Look, wilde Haare, Tattoo am Arm, enge Lederjacke, tiefhängende Hosen. „Das Unternehmen van Bommel hat kein Problem mit Floris’ Auftritt. Ganz im Gegenteil. Den edlen Messestand schmücken überlebensgroße Werbeplakate, die Floris van Bommel im Rocker-T-Shirt mit Alien-Tätowierung zeigen. Geschickt spielt die Werbekampagne mit dem Bruch zwischen königlichem Hoflieferanten und Rockstar. Die Bildunterschrift zum lässigen an der Bar lehnenden Floris lautet: Schuhmacher in neunter Generation“, so WIR – DAS MAGAZIN FÜR UNTERNEHMERFAMILIEN’ aus dem FAZ-Verlag dazu. Dazu passend seine Ford Mustangs und Dodges, die untrennbar zu seinem „Look“ und Lifestyle gehören – und die sogar Medien wie WIRTSCHAFTSWOCHE aufgreifen. CAPITAL dazu: „Der Rebellenbolide Ford Mustang passt zu van Bommel. Sicher würde der Hobbygitarrist als Rockstar auf der Bühne stehen, hätte er nicht das Metier seiner Vorfahren übernommen…“
„Kontrastierend“ zum selbstbewussten Easyrider-Look, der menschliche Unnahbarkeit vermuten lassen würde, seine Ausstrahlung und Werte, die Teil der „Magie“ ausmachen. MUSIKEXPRESS dazu: „Mit seiner ehrlichen, unprätentiösen Art und vor allem seinen unkonventionellen Methoden – für einige Anzeigen posierte er nackt, andere zeichnete er mit einem Kugelschreiber – hat der holländische Shoedude viel dafür getan, dem international erfolgreichen, 1734 gegründeten Familienunternehmen aus Moergestel einen erstklassigen Ruf zu verschaffen.“ Ein Job, der in starker Wechselwirkung von Persönlichkeitsentwicklung, Markenbildung und Transformation der Herkunft steht: „Alles ist möglich: Ich kann Musik machen, Schauspielern, vor 500 Leuten Vorträge halten – das macht Spaß. Wir lieben unsere Tradition, aber wir wollen etwas neues hinzufügen“, so STYLE IN PROGRESS in einem Portrait.
Seine Vibes
„Berlin ist wie ein Dinosaurier in einem pinken Kleid – es ist groß, wunderschön, und zugleich ein wenig beängstigend“, nur eine der vielen Zitate, die Medien wie Szene-Magazin SNEAK_U lieben und mit denen Floris oft zitiert wird.
Statements, die hohen Sympathiewert und Witz haben mit „Vibes“, die sich überall durchziehen: Vor allem auch in den neu eröffneten Stores in Köln und Düsseldorf, denen weitere sechs Eröffnungen in deutschen Städten folgen werden. Auch sie sind „Spielwiese“ der niederländischen Ausnahmeerscheinung, die die lässige 1960er Attitude amerikanischer Roadmovies in seinem Zuhause ebenso wie im Business liebt. In Homestories wie in SCHÖNER WOHNEN kommt das voll zum Ausdruck. Aber auch auf Messeständen ist das sichtbar. Dort waren es in den ersten Jahren „Saloontheken“, die längst großen Verkaufstischen auf der PREMIUM Berlin und GDS Düsseldorf weichen mussten. Das mittlerweile fünfköpfige Inhouse-Vertriebsteam für den deutschen Markt benötigt längst den vollen Platz für Order und Begegnung mit Deutschlands besten Handelshäusern.
Ebenfalls authentisch: Die Auswahl der deutschen Testimonials mit Philipp Lahm oder Daniel Brühl für Charityprojekte mit der Deutschen Aids-Stiftung, die als weitere Facette seine persönlichen Leidenschaften transportiert: Fußball und Movies! Insbesondere Filme von Tarantino wie „Inglourious Basterds“, in dem das vielfach international ausgezeichnete Testimonial Daniel Brühl mitgespielt hat. Die gemeinsam entwickelten Kampagnen und Sonder-Charitymodelle, dessen Verkaufsgewinne zu 100% für den guten Zweck gespendet werden, vermitteln Seele, was von den großen Tageszeitungen ebenso wie von People-Magazinen und sogar von Frauenmagazinen wie MYSELF oder MADAME als auch Gay-Magazinen wie MÄNNER, MATE oder BLU durch alle Zielgruppen hinweg aufgegriffen wird. GALA spricht in Sachen Philipp Lahm vom „polierten Volltreffer.“ BUNTE portraitiert mit der Headline „So lässt‘s sich laufen…“ In einem Interview mit SPEX meint Floris dazu: „Natürlich tun wir das nicht selbstlos… Aber wenn man gleichzeitig Aufmerksamkeit für ein globales Problem erzeugen kann, würde ich es als Win-Win-Situation beschreiben.“
Länderunabhängig schlagen seine „Rockprojekte“ voll durch: Special Editions, wie die für den belgischen Rockstar Ozark Henry, greift sogar die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG in einem Supplement auf.
Oder die Special-Cooperation mit der niederländischen Metalband Textures, über die nicht nur in METAL HAMMER berichtet wird. Zuletzt war es 2014 das Featuring des New Yorker Singer-Songwriter Jay Brannan, ein junges Ausnahmetalent, das für THE NEW YORKTIMES, THE WASHINGTON POST oder ROLLING STONE als einer der weltweiten Geheimtipps gilt und dessen Album Release ‘Always, Then & Now’ und Konzerttour Floris unterstützt hat. Eine Aktion, die für GALA MEN, MUSIKEXPRESS und viele andere ein Feature wert war.
Alles in allem: „Charmant!“ wie es die FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG zusammenfasst: „Sein Traum, Rockstar zu werden, konnte er… verwirklichen: Die Marke ist die Band und Floris der Frontmann. Er schreibt selbst die Musik zu den Werbefilmen, des Unternehmens, die meist auf MTV gezeigt werden… Er nutzt außerdem ‚youtube’ und‚myspace’… Dort findet man denn auch Videos, die mit den Schuhen gar nichts zu tun haben. Wie jenes, das Floris in einem Wohnzimmer zeigt, wie er bei Kerzenlicht eine Coverversion des Jonny-Cash-Liedes Hurt singt…. Es ist unscharf, zudem schlechtbeleuchtet, und Floris sieht darin ein bisschen aus wie ein Schüler, der vorm Spiegel einen Rockmusiker imitiert. Aber genau das ist das Geheimnis des holländischen Shoe-Dude“, der auch über Twitter und andere Social-Media-Kanäle in direktem engen Kontakt zu seinen„Fans“ steht und nicht müde wird seine Leidenschaften zu verbinden. Das zeigt sich auch in Direct Marketing-Kampagnen auf den Berliner Messen, in denen Stars der amerikanischen Tap-Dance-Szene, indische Bhangra-Dancer oder afrikanische Pantsula-Künstler live performt haben, um emotionalen Transfer der Marke zu transportieren.
Diese Jahre liegen längst hinter Floris van Bommel. Dafür ist er heute viel sichtbares Testimonial der Marke, die aufwendige Kampagnenshootings in Ländern wie Lappland, Tansania, Cuba oder Island mit ihm als Anchormann inszeniert und seine Kollektionen erfolgreich in Deutschland verkauft. Ob ANSONS, ALSTERHAUS, BREUNINGER,DODENHOF, ENGELHORN, GALERIA KAUFHOF, GÖRTZ, KaDeWe, LUNAU,OBERPOLLINGER, PRANGE, SHOES FIFTY 6, SØR, WORMLAND oder ZUMNORDE. Über 200 Premiumhändler führen die Marke im Premium-Umfeld.
Grund genug für eine zweimalige Auszeichnung durch TEXTILWIRTSCHAFT und MUSIKEXPRESS STYLE AWARD, die in verschiedenen Kategorien würdigen, was sich mitungeheurer Schlagkraft durchgesetzt hat. „Deutschland ist für uns das Tor zur Welt. Wenn wir es hier schaffen, schaffen wir es überall…“ schmunzelt er.