Ein Juwel deutscher Fertigungsgeschichte
HEINZ BAUER MANUFAKT gehört zu den großen Ausnahmen unserer Zeit, die authentisch für echtes MADE IN GERMANY und exklusives HANDMADE stehen: Die Manufaktur in 2. Familiengeneration wurde Anfang 2000 durch die ORIGINAL CABRIO-Jacke aus hochwertigsten Leder für Cabrio-begeisterte „Jünger“ von PORSCHE & Co. wie auch Marken-Testimonial Walter Röhrl, einem der international erfolgreichsten Rennfahrer überhaupt, bekannt. Neben der ORIGINAL CABRIO-Jacke in verschiedenen Ausführungen gehört heute auch eine Capsule-Kollektion für den Modefachhandel mit ausgewählten Kult-Pieces ohne Windschottfunktion und eine Country/Jagd inspirierte NATURE-GUARD-Linie zum Sortiment. Nicht nur die aufwendige Fertigung, sondern auch der nahezu gesamte Wertschöpfungsprozess findet in Deutschland statt: Die ausgesuchten Leder aus weltweit besten Provenienzen werden in einer deutschen Gerberei „zum Stoff aller Träume“ gebracht. Und jedes einzelne Meisterwerk verlässt die Manufaktur ausschließlich mit eigener, registrierter Seriennummer: Ein Juwel deutscher Fertigungsgeschichte, das seines gleichen sucht!
1960: Ein beseelter Anfang
1960 fällt der Startschuss für die heutige HEINZ BAUER MANUFAKT, dem die Verbindung zweier ambitionierter Menschen zur Zeit des deutschen Wirtschaftswunders voraus ging: Margot und Heinz Bauer lernen sich als junge ausgebildete Fachkräfte in einem deutschen Bekleidungsbetrieb kennen. Sie war Schneiderin und technische Leiterin, er Schneider und Modellmacher.
Beide verlieben sich, gründen eine Familie und träumen trotz sicherem Status und Einkommen von eigener Produktion und Kollektion. Margot Bauer gründet die Selbstständigkeit, während Mann Heinz zum Erhalt der materiellen Sicherheit festangestellt bleibt. Für beide beginnt ein unglaublicher Balance- und Kraftakt, der nur durch gemeinsame Vision und uneingeschränkten Einsatz gelingen kann: Früh morgens schneidet Heinz Bauer für das eigene Unternehmen zu, bewältigt danach einen externen Arbeitsalltag, kehrt abends wieder zur eigenen Produktion zurück und arbeitet dort weiter. Die Mühe lohnt, erste Aufträge kommen und das junge Unternehmen setzt sich als Zwischenmeister durch.
„Ein beseelter, harter Anfang“, fasst Jochen Bauer, Sohn, heutiger Inhaber in 2. Generation des Familienunternehmens, zusammen. „Da es kaum Facharbeiterinnen gab, musste meine Mutter den Näherinnen selbst per Fussdruck zeigen, welches Pedal zu drücken war. Ihre Zielstrebigkeit war beispiellos. Selbst schwanger transportierte sie Zuschnitte zu ortsansässigen Zulieferern und musste dabei einmal fast befürchten, ihr erstes Kind auf einem ihrer Wege im hohen Schnee zu bekommen…“ Eine Hingabe, die die Basis für das Unternehmen legt, sich bis heute als DNA durchzieht und die Durchsetzungskraft der Familienmanufaktur über sechs Dekaden mit ihren jeweiligen Herausforderungen sinnbildlich begreifbar macht.
1960er bis 1992: Vom Stoff zum Leder
Unter dem Markennamen ‚Bauer Modelle‘ werden in den 1960ern Jacken und Hosen für Männer und Frauen produziert und erfolgreich verkauft. In den frühen 1980ern wird die Ausrichtung verfeinert: ‚Creation Bauer‘ zeigt jetzt als Spezialist Sportswear-Jacken aus Webware, vornehmlich für Männer. Obwohl über drei Dekaden erfolgreich, bleibt das Familienunternehmen Ende der 1980er von den starken Strukturumbrüchen auf dem deutschen Textil- und Bekleidungsmarkt nicht unverschont. Produktionen werden längst ins Ausland verlegt, Betriebe schließen reihum. Deutsche Spezialisten schaffen es kaum noch, sich unter eigenem Namen oder mit eigener Kollektionen zu behaupten.
1992 folgt der Wendepunkt: Heinz Bauer holt den 26-jährigen Sohn Jochen ins Unternehmen. Der studierte Betriebswirt mit fundierter Ausbildung arbeitet zu dieser Zeit als Controller. „Das war kein leichter Schritt. Die Prognosen waren nicht rosig“, fasst Jochen Bauer zusammen. Gleichzeitig hat der Junior schon als Kind im elterlichen Unternehmen gearbeitet, später alle Fertigungsstationen durchlaufen und das Business direkt vom Vater „von der Pike auf“ gelernt. „Modell- und Schnittmachen lagen mir besonders. Stilistisches Gespür hatte ich längst entwickelt. Zudem war ich schon auf unzähligen Messen. Am Ende war der Schritt doch schnell klar.“
Aufgrund der allgemein schlechten Auftragslage musste sich das Unternehmen komplett neu definieren. „Ich wollte unbedingt an das neue Lifestyle-Thema Cabrio andocken und eine entsprechende Jacke aus Leder lancieren. Die Begeisterung meines Vaters hielt sich in Grenzen, als ich eine Kollektion aus Webware auf nur noch eine Jacke aus Leder runter brechen wollte.“ Obwohl der Senior ein Gegner von Leder ist, weiß der Sohn zu überzeugen und den Vater ins Boot zu nehmen. „Leder war viel teurer und aufwendiger. Ich wusste aber, dass wir nur mit einem einzigartigen, authentischen Produkt, ungeachtet der Kosten, langfristig den Wendepunkt schaffen und Erfolg haben würden. Und das war die ORIGINAL CABRIO-Jacke aus Leder…“
1990er bis erste Dekade 2000: Eine exklusive Premiummarke entsteht
Anfänglich ist die Konstellation herausfordernd. Der Senior hat andere Vorstellungen in Unternehmensführung oder Produkt- und Marketingfragen als Sohn Jochen. Am Ende siegt die archaische Kraft der Familie und das gemeinsame Ziel: „Final haben wir uns gemeinsam auf das Projekt ORIGINAL CABRIO-Jacke eingeschworen.“ Das beste Jackenmodell wird bis ins Detail perfektioniert und dient mit ausgeklügelter, schnitttechnischer Perfektion als Grundlage. Aus ‚Creation Bauer‘ wird HEINZ BAUER MANUFAKT. Mit Mut stellt die Familie die Fertigung neu auf – und wagt den Schritt in die Premiumnische: ORIGINAL CABRIO-Jacken aus bestem Leder mit integriertem Windschott.
Jochen Bauer, selbst passionierter Cabrio-Fahrer, ist dabei sein eigener kritischster Testkonsument. Der zunehmende Erfolg gibt seiner mutigen, kompromisslosen Ausrichtung recht: Aus dem ersten Erfolgsmodell entwickelt sich in den kommenden 20 Jahren eine rund 30-teilige Premiumkollektion, in der jedes Modell eine registrierte Seriennummer trägt. Eine Wertigkeit, die eine anspruchsvolle Klientel, neben handmade Verarbeitung weltweit bester Leder und striktem MADE IN GERMANY, weltweit fasziniert.
Auch Marken-Testimonial Walter Röhrl, zweimaliger Rallye-Weltmeister und viermaliger Champion der Rallye Monte Carlo, wird davon angezogen. „Ein glaubhafteres Testimonial, der aus eigener Überzeugung hinter uns steht, hätten wir uns nicht wünschen können.“ Röhrl, laut Niki Lauda „ein Genie auf Rädern“, arbeitet bis heute eng mit PORSCHE zusammen und vereint in sich die Welten beider Marken, die auch für Jochen Bauer zusammengehören: „Unsere Werte- und Fertigungs-DNA ist kongruent mit einer DNA wie der von PORSCHE, was uns sehr viele Kunden, die in ihrem Alltag beide Marken vereinen, immer wieder vor Augen führen.“
Heute: Mit solider Power in die Zukunft
Was in den frühen 1990ern als konzentriertes Unternehmen begann, ist heute zu einer soliden MADE IN GERMANY-Premium-Manufaktur mit Lederjacken wie auch Accessoires mit Taschen, Caps, Gürteln und Handschuhen für Damen und Herren herangewachsen. Gegenwärtig beschäftigt HEINZ BAUER MANUFAKT für Zuschnitt, Gradierung, Fertigung, Administration, Marketing, Vertrieb und Direktverkauf rund 25 Mitarbeiter in Reutlingen. In einem schwäbischen Zulieferbetrieb sind weitere 20 Mitarbeiter für HEINZ BAUER MANUFAKT aktiv.
Der exklusive, originäre „Stallgeruch“ zieht viele Kunden direkt nach Reutlingen: Weltweit reisen Liebhaber aus Amsterdam, London, New York oder Los Angeles an. „Bei uns war schon alles mit dabei…“, schmunzelt Jochen Bauer.
Für diese Kunden ist Maßkonfektion und Customizing, bei dem individuelle Logos, Embleme verarbeitet werden, besonders interessant. Aber nicht nur Liebhaber exklusiver Einzelanfertigungen lieben die beseelten, handgemachten, perfektionierten MADE IN GERMANY-Kollektionen. In Deutschland führen ca. 60 Händler mit BORGERS AUF DEM LAND in Essen, BREDL in Ravensburg, BROKELMANN in Stade, DODENHOF in Posthausen, ENGELHORN in Mannheim, FRANZ SAUER in Köln, HIRMER in München oder LADAGE & OELKE in Hamburg Produkte von HEINZ BAUER MANUFAKT. Auch in den Niederlanden, in Österreich und in der Schweiz sind die handmade Stücke an besten POS zu erhalten.
„Hätte uns das jemand am Anfang unserer strikten Neuausrichtung gesagt, wir hätten es nicht wirklich zu träumen gewagt…“, schließt Jochen Bauer, ein Mann mit innerem Format, Vision, Durchsetzungskraft, großer Liebe für seine Familie und brennender Leidenschaft für die Materie und das Material Leder ab.